Maitage – von Hildegard Weiland aus Übereisenbach, Fotos von Hildtrud Kollek aus Salm

 

Mai

 

Maitage so zärtlich, so lieb, so jung,

getragen auf bunten Flügel.

Sie geben den Menschen neuen Schwung,

wir fliegen über Berge und Hügel.

 

Im Mai ist das Leben so herrlich leicht,

ein Jungbrunnen für die Seele.

Die Natur beschenkt uns mit Blumen so reich,

und Maibowle kühlt unsere Kehle.

 

Auch für die Verliebten sie schönste Zeit,

das Herz mit den Vögel tut singen.

Es gibt keinen Schatten es gibt keinen Streit,

mit dem Glück um die Wette sie springen.

 

Freu dich auch an der Frühlingspracht,

laß dich von der Sonne küssen.

Der Tanz in den Mai uns glücklich macht,

noch dreissig Tage bis wir trennen uns müssen.

Der Mann für alle Fälle … von Ulla Peters aus Trier

 

Da gibt es einen Mann, der fast alles kann.
Er sieht sich um und gibt mir Rat,
steht mir zur Seite, es folgt Tat auf Tat.
“Du arme Sau, was für ein Leben,
in dieser Umgebung wird dir gegeben.”
Das Leben ist schön,
wir packen es an,
ansonsten wär ich nicht der Mann,
der es versprach, es dann auch hielt,
seine Loyalität niemals verspielt.
Ich danke dir, du guter Mann.
Bist du etwa schon der Weihnachtsmann?

Ulla Peters aus Trier

Frecher Geselle von Ingrid Weßelowski aus Manderscheid

 

April, April, Du frecher Geselle

Du bringst uns mitunter minutenschnelle

erst Regen, dann Sonne, schickst Blitz, Hagel, Donner,

führst Frost im Gepäck, laue Winde im Schlepp,

und genießt deine Zeit! Doch bald ist es soweit!

Du kannst dich nicht halten, nicht weiter entfalten!

Deine Macht wird genommen

denn der Mai wird bald kommen.

April, April, Du frecher Geselle,

wir sehen dich wieder an dieser Stelle.

Die Erde muss einmal die Sonne umkreisen

dann magst du dich wieder als Flegel beweisen.

Exakt zwischen Märzen und Maien

darfst du uns dann wieder „erfreuen“.

April, April, Du frecher Geselle,

dein Lachen im Wind klingt spöttisch und helle

dann schickst du, wie nett, noch als Abschiedsgruß

einen kräftigen, kalten und nassen Guss!

Ingrid Weßelowski

 

 

 

 

 

 

 

Wenn Birken träumen von Hildegard Weiland aus Übereisenbach

 

Wenn Birken in der Sonne träumen,

wenn Blumen blühen bunt und schön.

Dann darfst du keine Tag versäumen,

dir diese Wunder anzusehn.

 

Wenn an dein Ohr dringt Kinderlachen,

und dein Welt voll Liebe ist.

Dann soll dir niemand Kummer machen,

und deine Sorgen schnell vergiss.

 

Wenn Engel deinen Schlaf bewachen,

und auch am Tage bei dir sind.

Dann hör gut zu, du hörst sie lachen,

sie sind dir gut, glaub mir mein Kind.

 

Wenn jemand schenkt dir rote Rosen,

wenn jemand sagt ich liebe dich.

Will er auch gerne dich liebkosen,

dann sag nicht nein, nein bitte nicht.

 

Wenn Träume in Erfüllung gehen,

wenn du ein Glückskind bist.

Dann mußt du auch die anderen sehn,

wo das nur Wunschtraum ist.

 

Wenn deine Seele Trauer trägt,

wenn keiner deinen Traum versteht.

Wenn Schmerz und Kummer dich geprägt,

wenn du nicht weißt wie’s weiter geht.

 

Wenn rings um dich her alles dunkel ist,

wenn niemand dich liebt und dich keiner vermißt.

Wenn deine Welt in Scherben liegt,

dann fühlst du, das Schicksal hat dich besiegt.

Dann hör mal ganz tief in dein Herz hinein,

es sagt dir auch für dich gibt’s wieder Sonnenschein.

 

Wenn Birken in der Sonne träumen,

die Blätter spielen mit dem Wind,

und Vögel singen in den Bäumen,

freu dich mit ihnen wie ein Kind.

Schlüsselblumen von Astrid Harrer aus Trier

 

Als ich heut spazieren ging,

meine Augen an diesen Blumen hing.

Auf der Wiese saftig grün,

standen sie da, so wunderschön.

Ja, mein liebes Mütterlein,

diese Blümlein zart und fein,

nennt man hier zu Land Badenken

und die will ich heut dir schenken.

Liebevoll tat ich sie pflücken,

musst mich viele male bücken.

Stell sie in ein Väselein,

Wasser sollte auch darin sein.

Plaziere sie auf deinem Tisch,

ich hoffe, sie erfreuen dich.

Schlüsselblumen, das sag ich dir,

bekämmst du das ganze Jahr von mir.

Sie öffnen stets, es ist kein Scherz,

mit Sanftmut Augen und das Herz.

April? April!


 

April, April, der macht doch was er will,

das glaubt ein jeder noch immer gern,

ein Monat, der weder folgt Hund noch Herrn,

und diesmal treibt er´s besonders schrill.

 

Läßt Schnee herunterfallen in der Osternacht,

als sei der Winter nichts längst vertrieben,

da hat so mancher sich die Augen gerieben,

ob dieser spröden Herrlichkeit und Macht.

 

Andrerseits erwacht die Natur aus langem Schlaf,

auch in den Straßenstrich kommt wieder Bewegung,

die Backfische im Jugendtreff treiben´s bunt, nicht brav,

und selbst unter Opas Wärmedecke tut sich neue Regung.

 

April, April, der weiß tatsächlich was er will,

ja, er ist alles andere, bloß nicht lau,

und weil sein Himmel nicht selten leuchtet blau,

putzt Tante Rosi für alle Fälle schon mal den Grill.

 

Carl von Lieser, April 2012